18H1040 Familie Brasch - die "Buddenbrooks" der DDR

Beginn Do., 10.01.2019, 19:00 - 21:15 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dozententeam

IIn den Jahren nach 1945 sind die Braschs eine perfekte Funktionärsfamilie, die in der sowjetisch besetzten Zone den deutschen Traum vom Sozialismus lebt: Horst Brasch, ein leidenschaftlicher Antifaschist und jüdischer Katholik, baut die DDR mit auf, obwohl seine Frau Gerda darin nie heimisch wird. Sohn Thomas wird zum Literaturstar, er träumt wie sein Vater von einer gerechteren Welt, steht aber wie seine jüngeren Brüder Peter und Klaus dem real existierenden Sozialismus kritisch gegenüber. 1968 bricht in der DDR wie überall der Generationenkonflikt auf. Vater Brasch liefert den rebellierenden Sohn Thomas an die Behörden aus - und leitet damit auch das Ende der eigenen Karriere ein. Nach 1989 sind sozialistische Träume, egal welcher Art, nichts mehr wert.

Regisseurin Annekatrin Hendel ("Vaterlandsverräter", "Anderson") porträtiert in ihrem neuen Film drei Generationen Brasch, die die Spannungen der Geschichte innerhalb der eigenen Familie austragen - zwischen Ost und West, Kunst und Politik, Kommunismus und Religion, Liebe und Verrat, Utopie und Selbstzerstörung. Sie trifft die einzige Überlebende des Clans, Marion Brasch, sowie zahlreiche Vertraute, Geliebte und Freunde, unter ihnen die Schauspielerin Katharina Thalbach, der Dichter Christoph Hein, die Liedermacherin Bettina Wegner und der Künstler Florian Havemann.
Nach Aufführung diskutieren Regisseurin Annekatrin Hendel und Marion Brasch. Die Moderation übernimmt Dr. Grit Lemke, langjährige Leiterin des Dokumentarfilmprogramms bei DOK Leipzig.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation Kufa und der VHS Hoyerswerda mit der SLfpB in der Reihe "Kontrovers vor Ort". Machen Sie mit!




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Termine

Datum
10.01.2019
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
KuFa